Emmys Berichte aus Great Britain

Emmys Berichte über "Leben in Great Britain"

 

1. Bericht 'Leben in Britain'

 ES IST SO GRÜN

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist soweit. Ab heute nehme ich Sie mit auf eine Eindrucksreise auf die große Insel nordwestlich von Deutschland. Nach Großbritannien.

Egal wie Sie auf die Insel kommen, ob mit dem Auto, dem Zug oder dem Flugzeug, Sie werden mit einem Lächeln empfangen und können sich gleich willkommen fühlen.

Und da ist es auch nicht so wichtig, ob es mal wieder regnet. Es regnet oft und gern. Allerdings hört es in der Regel, wie auf einer Insel üblich, auch schnell wieder auf und ein blauer Himmel erfreut das Auge. Manchmal kommen aber auch wahre Wassermassen runter, die sogar die Kanalisation dann, sehr zum Verdruss der Engländer und auch uns, nicht schafft. In dem Fall kann es passieren, dass das Wasser im Spülbecken der Küche nicht abläuft, die Toilette blockiert „scheint“ oder tatsächlich das seifige Abwasser auf die Straße gedrückt wird. Etwas unappetitlich. Aber der nächste Regen wäscht alles wieder fort und wenn Sie in ein Haus zu Gast kommen, ziehen Sie eigentlich sowieso immer die Schuhe aus. Also alles gut, da alles ganz praktisch geregelt.

Wenn der Regen dann nachlässt, wird das manchmal regenmüde Gemüt mit einem strahlendblauen Himmel, winzig kleinen Bauschwölkchen, einem sanftmilden Klima und dem allgegenwärtigen Grün belohnt. Das war einer meiner ersten Eindrücke.

Ich saß in einem Café, in einer mittelgroßen Stadt südwestlich von London, an der Themse. Der Fluss ist an dieser Stelle nicht so breit. Vergleichbar mit der Ruhr im Ruhrgebiet, allerdings sehr viel ruhiger.

An der Ufermauer lagen die allgegenwärtigen Hausboote. Der ein oder andere Engländer scheint sich gerne eins dieser „narrow boats“ (schmale Boote) zu kaufen, um dann damit auf dem Wasser zu leben. Diese Boote sind sehr viel günstiger, als eine der unglaublich teuren Immobilien aus Stein und daher so beliebt. Aber Achtung: Die Themse unterliegt Ebbe und Flut. Da passiert es, dass sie höher oder tiefer liegend wieder aufwachen!

Aber zurück in mein Café. Ich saß also direkt am Ufer, neben mir die Boote, vor mir in Sichtweite eine der üblichen Balustradenbrücken mit schwarz gusseisernen Laternen und entlang des gegenüberliegenden Ufers Bäume. Bäume in beide Richtungen, soweit das Auge reicht. Bäume unterschiedlicher Art und Höhe. Aber eines hatten alle gemein. Sie waren alle gesund, kräftig und groß. Bäume dürfen hier in der Regel in alle Richtungen und Höhen wachsen. Ganz wie es ihrer Natur entspricht.

Es scheint, dass die Stadtplanung vorsieht, entlang vielbefahrener Straßen und zwischen Straßenzügen von Wohnhäusern sehr großzügige Wiesenflächen unbebaut  zu lassen. Die Nutzung ist vielfältig. Es gibt angelegte Teiche, Bänke zum Verweilen, wieder eine Menge freistehender großer, grüner, wunderschöner Bäume und eingezäunte Spielplätze. Bei diesen geht das Tor, gut durchdacht, immer nach außen auf, damit freilaufende Hunde es nicht aus Versehen aufdrücken können. Diese Wiesen werden nämlich immer auch als Hundewiese genutzt. „Hundepoop“ muss unter Strafandrohung/Bußgeld eingesammelt werden. Was auch passiert!

Darüber hinaus werden die Wiesen für Cricketspiele genutzt. Hier wird am Wochenende ein dickes Tau als Spielfeldmarkierung auf den Boden gelegt, gespielt und anschließend wieder eingesammelt. Schon ist die komplette Wiese erneut zur allgemeinen Nutzung frei. An einem anderen Wochenende wird in nur drei Stunden eine Kirmes für nur vier Stunden aufgebaut und anschließend sofort wieder abgebaut. In nur einem Tag ist alles erledigt! Unglaublich. 

Liebe Leserinnen und Leser, all das sehen und in sich aufnehmen zu dürfen, ist eine wahre Seelenpflege.

Mit diesem ersten sehr grünen Eindruck verabschiede ich mich für heute von Ihnen.

Das nächste Mal (12.2.) erzähle ich Ihnen etwas über die Architektur und das Wohnen hier.

In diesem Sinne, machen Sie es gut.
Take care.

Ihre

Emmy Butt

 

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